PHDme - Co-kreative Entwicklung & Pilotierung einer Planetary Health Diet-Linie an Universitätsmensen
Aktuelles globales Ernährungssystem: Umweltauswirkungen und gesundheitliche Risiken
Globale Lebensmittelerzeugung und -konsum sind für rund 30 % der globalen THG-Emissionen verantwortlich und der bedeutendste Treiber der Überschreitung mehrerer planetarer Belastungsgrenzen: Klimawandel, Veränderungen der Landsysteme und des Süßwassers, biogeochemische Kreisläufe und Integrität der Biossphäre. Die aktuelle Ernährungsweise in Deutschland und weltweit ist zudem mit erheblichen gesundheitlichen Folgen verbunden (Rockström et al. 2025).
Die Planetary Health Diet (PHD) – Gesunde Ernährung und Umweltentlastung
Die von der EAT-Lancet Commission entwickelte Planetary Health Diet (PHD) bietet u.a. wissenschaftlich fundierte Empfehlungen zu Verzehrmengen für alle relevanten Lebensmittelkategorien – gesundheitsfördernd und innerhalb planetarer Belastungsgrenzen (Willett et al. 2019; Rockström et al. 2025)
Die Umsetzung der PHD-Empfehlungen schreitet schleppend voran und bedarf u.a. weiterentwickelter Ernährungsumgebungen, um Konsumierenden den Zugang zu einer gesünderen und weniger umweltbelastenden Ernährung zu ermöglichen und zu erleichtern. Universitätsmensen bieten einen besonders vielversprechenden Ansatzpunkt als bedeutender Teil der Außer-Haus-Verpflegung (AHV) mit täglich rund 800.000 ausgegebenen Mahlzeiten und strukturell großer Bedeutung als Ernährungsinfrastruktur für Millionen junger Menschen.
Damit die nachhaltige und gesundheitsfördernde Transformation des Ernährungssystems gelingt, benötigen Akteure, z.B. Einrichtungen der AHV, passgenaue Unterstützungsangebote, welche neben Umwelt- und Gesundheitszielen auch die Handlungsspielräume und wirtschaftlichen Kontexte der Akteure berücksichtigen und ihre wertvolle Expertise als Expert*innen für ihre Branche explizit nutzen.
Die Stiftung Zukunftserbe fördert daher das Projekt PHDme des Öko-Institut e.V., welches ein Studierendenwerk bei der Pilotierung einer PHD-Menülinie in der Universitäts-Mensa begleitet. Im Rahmen des Projekts werden geeignete Rezepte und eine PHD-konforme Menülinie in einem co-kreativen Prozess zwischen Öko-Institut e.V. und Studierendenwerk und unter Einbindung relevanter Stakeholder entwickelt, in einer Pilotphase getestet und evaluiert. Ergebnisse werden in einem Kurzleitfaden aufbereitet und veröffentlicht, um anderen Einrichtungen praxistaugliche und wissenschaftlich fundierte Grundlagen zur Verfügung zu stellen, welche die Einführung einer PHD-Linie erleichtern. Damit wird ein Beitrag zur Übertragung aktueller wissenschaftlicher Erkenntnisse in Wirtschaft und Gesellschaft und zur nachhaltigen Transformation des Ernährungssystems geleistet.
Laufzeit: 08/2026 – 07/2027
Projektleitung: Lars Albus
Öko-Institut e.V.
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